Nirgendland

Ein Film von Helen Simon



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„Ein mutiger Film über eine mutige Frau“

Süddeutsche Zeitung

TINA (57) wurde schon früh eingetrichtert, dass nichts, was in der gutsituierten Familie passiert, nach außen getragen wird. So erleidet sie die Tortur, hält sie still, als ihr eigener Vater sie in ihrer Kindheit über Jahre hinweg sexuell missbraucht und verdrängt diesen Teil ihres Lebens, vergräbt das Trauma in ihrem Unterbewusstsein. Tina vergräbt es so tief, dass sie die verzweifelten Signale ihrer Tochter SABINE nicht zu interpretieren weiß, als diese unter dem gleichen Täter ebenfalls eine jahrelange Tortur durchleidet. Nach langen Jahren des Schweigens fassen Tina und Sabine den Mut und die Kraft und beschließen gemeinsam den Teufelskreis zu durchbrechen: Sie klagen den Täter an. Doch die Hilfe kommt zu spät. Tina muss zusehen, wie in ihrer Tochter Sabine langsam der verbliebene Lebenswille dahinschwindet. Tina und Floh nehmen uns mit in die Tiefe eines unerträglichen Traumas, wo nichts mehr so ist, wie es sein sollte. Gefangen in den Strukturen einer destruktiven Familie und ohne Hilfe von Außerhalb, beginnen eine Mutter und eine Tochter einen Kampf um das Eis zu brechen unter dem eine Gesellschaft gleichgültig und stumm geworden ist.

Sprache:
Deutsche Originalfassung
Genre:
Dokumentarfilm
Land:
Deutschland
Jahr:
2014
Regie:
Helen Simon
Produktion:
David Lindner Leporda
Länge:
72 Minuten
FSK Film:
16 Jahre
Festivals / Awards:
Best Student Documentary IDFA, Winning Starter Filmpreis of the Town of Munich, Best German Documentary Dokfest Munich